Schmerztherapie

Diagnoseverfahren


Nur eine Abklärung beim Facharzt kann die genaue Schmerzursache diagnostizieren und die individuell abgestimmte Therapie festlegen. Folgende Diagnoseverfahren werden eingesetzt:

  • Analyse der Krankengeschichte (Anamnese)
  • Erstellen eines Schmerzprotokolls
  • Neurologische/neurochirurgische Untersuchung
  • Bildgebende Untersuchungen (Röntgen, CT, MR, Myelographie)
  • evtl. elektrophysiologische Untersuchungen (ENG, EMG etc.)
  • Schmerzblockaden/Probeinfiltrationen
In einem ersten Schritt wird versucht, die Schmerzen konservativ – d.h. ohne Eingriff – mit Schmerzmitteln und Physiotherapie etc. zu behandeln. Bleibt die Wirkung ungenügend, werden je nach Diagnose verschiedene Massnahmen der interventionellen Schmerztherapie eingesetzt und/oder ein operativer Eingriff vorgenommen. Das Team für Schmerzbehandlung setzt sich zusammen aus Neurochirurgen und anderen Spezialisten für Schmerztherapie und Schmerzpsychologen.




Schmerzen in Rücken/ Nacken / Bein


Der Rücken ist ein komplexes System, das aus einer Vielzahl von einzelnen Elementen besteht: Wirbelkörpern, Bandscheiben, kleinen Wirbelgelenken (Facettengelenken), Bändern, Rückenmark, Nervenwurzeln sowie der Rückenmuskulatur. Alle diese Strukturen können die Ursache von Wirbelsäulenschmerzen sein. Im folgenden eine Auswahl möglicher Schmerzursachen, welche teilweise mittels interventioneller Schmerztherapie behandelt werden können. Nacken- oder Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in Arme oder Beine Mögliche Ursachen

  • Bandscheibenvorfall
  • Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
  • Verengung des Rückenmarkskanals (Spinalkanalstenose)
Mögliche interventionelle Schmerztherapie
  • Nervenwurzelinfiltration
  • Radiofrequenzbehandlung
  • Fazettengelenksinfiltration
  • therapeutische PDA
Nacken- oder Rückenschmerzen mit diffuser oder ohne Ausstrahlung Mögliche Ursachen
  • Fazettengelenksarthrose
  • Verengung des Rückenmarkskanals (Spinalkanalstenose)
  • Bandscheibenschmerzen (ohne Bandscheibenvorfall)
  • Ostheoporotische Wirbelkörperbrüche
Mögliche interventionelle Schmerztherapie
  • Fazettengelenksinfiltration
  • therapeutische PDA
  • Thermokoagulation
  • Kryotherapie




Gesichtsschmerzen / Trigeminusneuralgieis


Als Trigeminusneuralgie bezeichnet man eine Entzündung/Reizung des fünften Hirnnervs, die extreme, elektroschockähnliche Schmerzen im Gesicht auslösen kann. Unterhalb der Schläfe gelegen, führen die Verästelungen des Nervs in verschiedene Gesichtsregionen, wie z.B. den Ober- und den Unterkiefer. Die Betroffenen erleiden kurz andauernde, sehr intensive Schmerzattacken, die einerseits durch Berührung, andererseits aber auch spontan auftreten können. Die häufigste Ursache der Trigeminusneuralgie ist ein Druck auf den Nerv am Hirnstamm durch ein Blutgefäss, andere Ursachen können Infektionen oder Tumore sein. In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar. In erster Linie werden die Schmerzen medikamentös behandelt; bringt dies keine Besserung, kann durch einen neurochirurgischen Eingriff der Nerv freigelegt werden, was in der Mehrheit der Fälle zur Linderung der Schmerzen führt. Die bestmögliche Therapie wird für jeden Patienten individuell nach detaillierten Abklärungen in einem interdisziplinären Schmerzteam festgelegt. Die invasive Behandlung wird durch die Spezialisten der Neurochirurgie durchgeführt.





Ärzte
Schmerztherapeuten

Dr. med. Roland Glinz

Interventionelle Schmerztherapie Neurochirurgie